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09.09.08 Tödliche Mail!!!!!


Immer als sie nach Hause kam, setzte sie sich an den Computer, wählte sich ins
Internet ein und blieb solange drin
bis sie ihre Mutter ins Bett schickte.
Aber an diesem Tag war es anders, sie hatte sich verliebt.
Es verging kaum eine Minute, wo sie nicht an ihn dachte.
Sie hatte nur seinen Nicknamen im Kopf und seine Beschreibung.
Andauernd dachte sie darüber nach, wie er wohl aussehen würde. Sie hatten nie
so richtig über sich selbst geredet, nie über persönliche Details wie
genauer Wohnort oder so. Sie wußte nur das er in Deutschland wohnte, wie sie
selbst, aber etwa 400 km weit entfernt, zu weit zum besuchen.
Sie konnte ihm vertrauen, konnte sich los lassen, konnte sich fallen
lassen, wenn sie mit ihm chattete, was sie sonst nicht konnte
In Real war sie sehr schüchtern, traute sich kaum etwas zu.
Doch im Chat, wenn sie mit ihm sprach, dann konnte sie sich richtig fallen lassen,
und ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Doch dass die sich verlieben würde, daran dachte sie nie.
Sie hielt es nicht für möglich, sich in einem Chat
zu verlieben, doch nun war es passiert.
Es vergingen einige Tage, aber sie dachte pausenlos an ihn. Sie war des
öfteren so nah davor es ihm zu gestehen. Aber sie schaffte es einfach nicht.
Doch dann kam der Tag, an dem sie beschloss, es ihm doch zu sagen. Als sie
sich nach der Schule an ihren Pc setzte und in den Chat ging, war er nicht
da.
Sie wartete lange, doch er kam nicht.
Sonst war er immer da. Jeden Tag um dieselbe Zeit
Doch heute nicht. Sie hatte keine Ahnung was da zwischen gekommen sein
könnte, aber sie befürchtete das schlimmste.
Und da kam ihr die Idee, ihre E-Mails nachzulesen.
Sie hatte Post, es war eine E-Mail von ihm.
Als sie den Betreff las, stieg in ihr ein eigenartiges Gefühl auf.
Ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch.
Ein Gefühl, dass ihr die Luft wegbleiben ließ.
Im Betreff stand:
Tut mir leid, ich mag dich nicht mehr!!!Sie machte
die Mail auf!!!
Na du......
Es tut mir leid, ich hätte es dir viel eher sagen sollen, hätte es niemals so
weit kommen lassen dürfen. Ich bin nicht der, für den du mich hälst. Ich bin
nur ein gewöhnlicher Mensch, kann mit Dir, ehrlich gesagt nichts
anfangen. Ich habe dich die ganze Zeit nur
belogen. In Wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen. In Wirklichkeit
kann ich dich nicht leiden. Du mit deinem ewigen Gejammer, du mit deiner
völlig abartiger Sicht vom Leben und allem. Ich habe nur mit dir
gespielt, weil es das war was du wolltest. Aber ich kann dich nun mal nicht
leiden, deswegen bitte ich dich lass mich einfach in Ruhe.
Das ist das letzte was du von mir hörst.
Sie konnte es nicht glauben. Jedes Wort fühlte sich so an, als würde man ihr
ein Messer tief ins Herz stechen. *
*Es tat so fürchterlich weh, als sie das las.*
*Die Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten.*
*Sie rollten über ihre Wangen, bis zum Kinn.*
*Es fühlte sich an, wie Dornen die sich in sie hineinfraßen.*
*Sie war alleine daheim; Zum Glück. Denn so hätte sie sich nicht getraut aus dem Zimmer zu gehen. *
*Und das Weinen konnte sie auch nicht unterdrücken.
Es kam aus ihr heraus, als
hätte sie seit Jahren nicht mehr geweint.*
*Sie hatte das Gefühl, als würden diese Worte alles in ihr zerstören,
verbrennen.......Sie wollte nicht mehr. Er war die einzige Person, der sie
vertraut hatte.*
*Doch es war alles nur Show.......*
*Er war nicht real, diese Person die sie liebte, hasste sie.*
*Sie wollte nicht mehr leben.*
*Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge. Und das schlimmste war immer
noch, das er es so sagen musste.*
*Er hätte es auch anders tun können......*
*Aber wieso so *
*Und wieso gerade sie, und nicht eine andere naive Chatterin?*
*Sie sah nicht mehr richtig, ihre Augen waren voller Tränen. *
*Und in ihr brannte es förmlich. Sie konnte sich daran erinnern, das ihre
Mutter einmal Schlaftabletten gekauft hatte. Im Bad mussten sie sein, wie vor
einigen Tagen auch noch, als sie sie per Zufall gefunden hatte. Sie setzte
sich wieder an ihren Pc, vor ihr den Posteingang. Keine neuen
Nachrichten-.....*
*Der Deckel des Röhrchens springte weg, als sie es aufmachte. *
*Da waren einige weiße Tabletten.*
*So klein und doch so GEFÄHRLICH *
*Sie nahm sich eine raus und schluckte sie. Es war eckelhaft, es schmeckte
fürchterlich bitter, aber die Tabletten verschwanden sofort in ihrem
Magen. Der Rest kann ja nicht schlimm sein, gleich ist es eh vorbei dachte
sie. Und schluckte den Rest der Tabletten auch noch. Wie lange sie da saß und
auf Post von ihm wartete, konnte man nicht sagen, es mussten Stunden gewesen
sein. Ihr Kopf wurde immer schwerer, die Augenlieder waren so schwer wie
Blei. In Ihrem Magen brannte es, doch sie spürte es nicht mehr. Alles war wie
durch Watte gedämpft. Der Kopf sank auf die Tastatur, ihre Augen schlossen
sich.......Ihr Herz wurde immer langsamer, alles schlief ein. Für immer.......
Man fand sie am nächsten Morgen.
Tot vor dem Pc, in der Hand das leere Röhrchen. Und auf dem Bildschirm, eine Nachricht. Irgendwer von den Ärzten musste sie geöffnet haben.  Darin stand:
Huhu
Gott, was hat den mein Bruder für einen Mist geschrieben?? Es tut mir Leid ich hatte diese Zeilen nicht an Dich geschreiben ....glaub mir bitte.......ich könnte dir niemals weh tun.......
Denn ICH LIEBE DICH
Wenn Euch dieses Mail auch so sehr berührt wie mich, dann nimmt es mit und leitet es weiter oder baut es auf Eurer HP ein. Damit manche aufhören im Internet ihre Späße zu treiben! Die Ulkerein könnte dann nämlich auch so enden!

 

9.9.08 07:02
 



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